Mittwoch, 25. Januar 2017

Goldwaschen Einst und Jetzt

Der letzte Knappe am Goldberg Hohe Tauern: Ignaz Rojacher
23. April 1844 bis 4. Jänner 1891

Ignaz Rojacher 1844 als Sohn des Zimmermannes Ignaz Rojacher im Gaisbachtal geboren. 1856 Mit zwölfeinhalb Jahren kam er bereits zum Bergbau.
Ignaz Rojacher  Mann am Goldberg


Am hohen Goldberg diente er als „Truhenläufer“. Diese Truhen, gefüllt mit schweren Erzen, rollten auf den „Gestängen“, einer Art hölzernen, später eisernen Geleisen, und mussten durch die oft mehrere hundert Meter langen Stollen geschoben werden.


Dieser körperlich harten Arbeit war der junge Ignaz Rojacher nicht gewachsen, und er machte eine Zimmermannlehre. Später kehrte er als Zimmermann wieder zurück auf den Goldberg, und im Jahre 1870 übernahm er beim Kolm zu Saigurn die Stelle eines provisorischer Waschhutmann umd Werkzimmermann.




Da er einen ebenso geschickten Umgang mit Material wie auch mit Personal zu pflegen wusste, wurde er auserkoren, auf Staatskosten eine Bergakademie in Mittelböhmen zu besuchen.

1876 wird er Pächter des Goldbergbaues. Am 24. Oktober 1880 kaufte Rojacher den gesamten Bergbau, das bedeutete sämtliche Werksanlagen und die montanistischen Rechte auf die Gruben. Jährlich betrug die reine Ausbeute durchschnittlich fünf Kilogramm Feingold und 21 Kilogramm Feinsilber.

Das Jahr 1888 wird sein Schicksalsjahr, und nach immer größer werdenden Einbußen im Goldabbau suchte sich Ignaz Rojacher nach einem Käufer um. Als er diesen auch gefunden hatte, verstarb der tatkräftige wie eigenwillige Pinzgauer am 4. Jänner 1891 im Alter von 47 Jahren in Rauris. Die vollständige Geschichte von Ignaz Rojacher lesen sie auf den Seiten von Goldsuchen.at


Der Letzte Goldwäscher in den Hohen Tauern: Hans Schabauer



Der letzte Goldgräber und Gewerke Ignaz Rojacher ist nicht zu verwechseln mit dem letzten Goldwäscher Hans Schabauer. 

Dieser hatte in Rauris/Bucheben zwischen 1949 und 1960 eine reguläre kleine Goldwaschanlage errichtete - mit einem Förderschacht und Förderturm, mit einem Wohn- und Manipulationsgebäude den zugehörigen Hütten und Lagervorrichtungen.


Reich wurde Schabauer mit dem Goldwaschen nicht, aber er konnte so einigermaßen davon leben.






Der heutige Goldwäscher in den Hohen Tauern: Theo Huber
Goldwäscher Theo Huber Rauris

Auch wenn Huber nicht mehr direkt vom Goldwaschen lebt, muss man doch sagen das er durch die Abhaltung der Goldwaschkurse und Lehrgänge, indirekt sein Einkommen stark mit dem Gold verbunden ist.

Theo Huber hat das Arial am Original Goldwaschplatz Bodenhaus gepachtet
und hält dort die Kurse zum Goldwaschen ab. Auch Tipps, wo man am Bach fündig werden könnte, inklusive.



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