Samstag, 8. März 2014

Die Goldwaschrinne oder Sluice Box

Wie immer ist der Mensch erfinderisch und daher wurde nach Wegen gesucht, um das Goldwaschen zu beschleunigen.

Gemeint ist damit, mehr Gesteins-, Sand,- und Kiesmaterial in kürzerer Zeit zu durchsuchen. Einer dieser Methoden wurde mit der Goldwaschrinne oder Sluice Box gefunden. Ein Rinne mit eingebauten Rippen um das schwerere Gold zurückzuhalten.




Grundsätzlich lagern sich in einer Strömung Gegenstände oder Teilchen ab, die schwerer sind als der Druck der Stömung. Eine Sluice Box nutz diese Pysikalischen Effekt aus und hält daher schwerer Materialien wie z.B. Gold zurück. 







Der Grund des Auftriebsunterschiedes lieg also in der Dichte des gewaschenen Material. So hat Sand 2,5 , Schwermineralien 3 bis 6, Eisen 8, Blei 11 und Gold 19,8 Dichte.

Die Goldwaschrinnen gibt es in den verschiedensten Ausführungen wie Holz, Plastik oder (heutzutage verwendet) Aluminium und können zwishen 0,5 und 2 Meter lang, sowie 10cm bis 5 Meter breit sein. Bis zu 200 mal mehr Material kann durch eine Goldwaschrinne verarbeitet werden.

Der Ablauf des Waschen ist auch stark abhängig von der Stärke der Strömung, die Durchlaufgeschwindigkeit des Wassers und die Befüllung der Rinne. Eine einfache Rinne ohne Hindernissen im Inneren der Sluice Box würde nichts nützen, da der Reibungseffekt am Boden der Rinne nicht ausreicht um schwerer Materialien zurück zuhalten.

Um dies zu vermeiden werden daher Riffel, Streckgitter,Teppiche oder Gummimatten in die Rinne eingebaut um so ein Hinderniss für alle schweren Materialien zu installieren. Das Um und Auf bei der Verwendung der Waschrinne ist der richige Durchlass des Wasser durch die Rinne. Sprich: Die Strömung und Geschwindigkeit.




Ist die Strömung zu nieder wird die Waschrinne bald überladen und das das Gold und Goldflitter über die Riffeln hinausgespült.


Es muss also gerade soviel Wasser über die Box gleitet werden, damit das wertlose Sand und Gesteingemisch weggespült wird, jedoch der Goldflitter zu Boden sinkt und in der Goldwaschrinne festgehalten wird.

Bei zu starker Strömung wird neben dem Sand und Gesteingemisch eben auch das Gold bezw. Goldflitter mitgerissen und geht verloren.

Ist die Goldwaschrinne aufgestellt und richtig eingestellt (Strömungsgeschwindigkeit des Wassers) wird am oberen Teil der Goldwaschrinne Sand-, Geröll- und Gesteingemisch eingefüllt. Auch hier benötigt man etwas Übung dazu, damit die Rinne und Riffeln nicht sofort überladen werden.

Wenn an den oberen Riffeln der Goldflitter sichbar wird, ist es Zeit die Sluice Box zu reinigen. Am besten leert man den Rest von Sand-, Goldgemisch in einen Eimer und wäscht mit einer Goldwaschpfanne das übrig gebliebene Gold heraus.

Die richtige Einstellung der Waschrinne ergibt sich aus der Tatsache, dass am Ende des Waschgang viel Gold in der Rinne liegt. Dazu ist es nötig die Goldwaschrinne agressiv einzustellen um ungesiebtes Material direkt an der Schippstelle zufügen kann.

Die Rinne ist so installiert, das auch größere Brocken die Rinne gut durchlaufen ohne händisch nachzuhelfen. Das Ergebnis liegt hierbei bei ca 70% der Ausbeute.

Womöglich kann man durch vorsieben, und korrigieren der Strömung nach unten, 100% des Goldhältigen Materials erwaschen jedoch zeigt sich eine agressive Einstellung der Waschrinne als sinnvoller, da der Gesamtarbeitsaufwand geringer ist.

Eine lange Rinne ist grundsätzlich effektvoller als eine kurze Sluice Box. Sie erlaubt eine steilere Einstellung und hat bessere „Fangeigenschaften“ als eine kurze.




Eine lange Rinne (Long Tom) erlaubt grundsätzlich eine steilere Einstellung und hat bessere Rückhalteeigenschaften als eine kurze Rinne. Das durchströmende Wasser hat mehr Zeit sich zu beruhigen und den mittransportierte Goldflitter abzulagern.

Bei einer kurzen Goldwaschrinne ist also der Strömmungsdurchfluß zu reduzieren, damit der Goldflitter nicht über die Rinne hinaus mitgerissen wird.

Aber auch lehmige Böden benötigen mehr Zeit um den Goldflitter aus dem Lehm zu waschen.

Moderne Goldwaschrinnen haben daher eine lange Zone wo sich die Strömung beruhigen kann und die Goldteilchen auf den Boden absetzten.
Zum Schluß

Die Goldwaschrinne die alles kann, existiert derzeit noch nicht auch wenn die Profi unter den Goldwäschern immer wieder bemüht sind auch in Eigenregie die optimale Sluice Box zu konstruieren. Sei es aus Gemüsekisten, Autodächern oder sonstigen Utensilien. 

Jede dieser Rinnen hat ihre Vor- und Nachteile und das Gespräch am Abend beim Lagerfeuer ist zumindest so schön wie das Goldwaschenam Tag

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