Donnerstag, 16. März 2017

An welchen Stellen muss man beim Goldwaschen suchen

Hindernisse im Bach vermindert die Fließgeschwindigkeit des Wassers - schon sinkt das schwere Gold zu Boden.

Gold ist eine schweres chemisches Element und hat ein speziffisches Gewicht von 19,3 g pro cm³. Als Beispiel Blei hat 11,3 g pro cm³, oder Silber 10,49 g pro cm³, Dichte.

Goldkörner setzen sich daher nicht im feinen Bachsand ab, sondern dort, wo trotz starker Strömung auch der groben Schotter abgelagert wird. Wäscht man nun das Steine-, Sand- und Schottergemisch mehrmals durch, erhält man ein feinsandiges Schüsselkonzentrat.

Die Trennung zwischen Gold und taubem Gestein geht ausschließlich nach dem Gewichtsprinzip vor sich. Beim Waschgang muss also stets leichtes Material vom schweren geschieden werden", erklärt Sepp Haslinger, Sach- und fachkundiger Goldwäscher.


Goldwaschen eluviale Seifen
Ein Goldgang, der an der Oberfläche ausbeisst, wird durch Erosion langsam zerstört.

Die Überreste können sich bereits in der Nähe des Ganges zu ersten Anreicherungen ablagern, bevor sie überhaupt ein Bach- oder Flussbett erreicht haben.

Es einstehen eluviale Seifen.




Goldablagerungen im Bach
Auch Reste früherer Bachbetten, in denen sich das Wasser tief eingefressen hat, können Gold führen.

Überall in einem Wasserlauf, wo sich die Fließgeschwindigkeit verringert, etwa beim Eintritt des Wassers in ein sanfteres Gefälle, werden die schwersten Teilchen, darunter besonders das Gold abgelagert.




Goldwaschen am Bach
Wasserfälle sind für die Bildung von Goldseifen prädestiniert. Das Gold findest sich am Grunde der Sturzbecken, wegen seines hohen spezifischen Gewichtes meist in der untersten Lage.

Komme es allerdings am Fuß des Wasserfalls zu ungewöhnlich starken Turbolenzen, findet sich das Gold nicht dort, sondern im Flussbett etwas unterhalb des Wasser-falls, wo sich das verwirbelte Wasser wieder etwas beruhigt.



Goldwaschen


Felsen im Fluss verlangsamen die Fließgeschwindigkeit des Wassers an bestimmten Stellen, dort kann sich auch das Gold besonders reichlich absetzen.





Auf der Suche nach dem Gold

Risse und Wirbellöcher am Grund von Fluss- und Bach betten formen regelrechte Falten, in denen sich das schwere Gold leicht ansammeln kann.


Goldwaschen Ablagerungen

Manchmal durchschneidet ein Wasserlauf auf seinem Weg auch härtere Gesteinsschichten die als Rippen oder als Überreste ins Gewässer ragen.

Vor und hinter ihnen liegen deshalb Stellen mit verlangsamter Strömungsgeschwindigkeit: Hier kann sich Gold absetzen.


Goldwaschen in den Hohen Tauern
An Flussbiegungen wird am Prallhang, dort wo die Strömung am stärksten ist, Material abgetragen. Am gegenüberliegenden Gleithang wird es bei geringerer Strömungsgeschwindigkeit abgelagert.

Hier findet sich dann das begehrte Gold.

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