Dienstag, 18. April 2017

Der Bartgeier in den Alpen

Der Bartgeier in den Hohen Tauern und Krummltal Rauris

In den Alpen wurde der Bartgeier zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerottet.
1986 startete mit der ersten alpenweiten Freilassung von Jungvögeln im Rauriser Krumltal im Nationalpark Hohe Tauern ein Projekt zur Wiedereinbürgerung des größten Vogels der Alpen.
Heute leben rund 130 bis 140 in den Alpen, etwa 20 davon in Österreich.

Faszinierende Luftspiele


Die Wiederansiedlung

Zwischen 1986 und 2008 wurden im Alpenbogen 156 Jungvögel freigelassen – 47 davon im Nationalpark Hohe Tauern. Ziel ist es, einen ohne menschliche Hilfe überlebensfähigen Bestand in den Alpen zu gründen. 

Mit Schwerpunkt in den französischen und italienischen Alpen haben sich derzeit rund 25 Bartgeierterritorien etabliert.



Beginnend mit der ersten erfolgreichen Freilandbrut 1997 in Hochsavoyen, flogen in freier Wildbahn bis heute insgesamt 50 Jungvögel erfolgreich aus. In den Hohen Tauern gab es bisher sieben Brutversuche, 2 Paare mit Erfolg.

Gefahr im Verzug
Nach wie vor existieren aber Gefahrenquellen. Der 2005 freigelassene Jungvogel Doraja" erlitt im selben Winter beispielsweise eine Bleivergiftung und musste eingefangen werden, konnte aber im Sommer wieder in die Freiheit entlassen werden.

Neuere Probleme gibt es vor allem in den Südalpen, wo mit Giftködern u.a. gegen Wölfe vorgegangen wird. Es gibt aber auch Hinweise auf illegale Abschüsse, welche das Projekt zurückwerfen. Dennoch wird man auch 2014 mit einer Freilassung im Nationalpark Hohe Tauern wieder nach vorne blicken.

Weitere Informationen unter:
www.hohetauern.at
www.bartgeier.ch
www.gyp-monitoring.com

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