Mittwoch, 24. Mai 2017

Im Reich der einsamen Riesen

Logenplatz mit Blick zu spektakulären Gipfeln
Bergwandern im Nationalpark Hohe Tauern 

Die Schobergruppe mit ihren 53 Dreitausendern ist ein Geheimtipp!
53 Dreitausender auf einem Fleck: Das ist einzigartig in den Ostalpen und der Schobergruppe in den Hohen Tauern vorbehalten.


Schobergruppe mit 53 Dreitausender

Im Vergleich zur Glocknergruppe mit ihrer spektakulären Gletscherlandschaft in der direkten Nachbarschaft ist die Bergwelt hier einsam und prädestiniert als Geheimtipp.







Hoher und Niederer Prijakt, Hochschober, der Namensgeber des Massivs, Ruiskopf, Roter Knopf, Glödis, das Matterhorn der Schobergruppe, Gridenkar-Köpfe, Böses Weibl oder Keeskopf: Im Mikrokosmos der Schobergruppe vereint sind ihre zum Teil imposanten Gipfel mit grandioser Aussicht über Osttiroler Nationalparkgebiet.

Über das Debanttal oder über Kals erreichbar über Gegenden, in denen Wege abrupt zu Steigen werden, wo Markierungen verschwinden und Steinmandln Aufstiege weisen. Eine Empfehlung gefällig? Dann nichts wie hinauf auf den Keeskopf (3.081 m) Am Parkplatz Seichenbrunn im Debanttal ist der Start für diese Gipfeltour, die auch von Lesach oder vom Lucknerhaus angegangen werden kann.

Der erste Anstieg führt zur Lienzer Hütte, dann Richtung Nordosten über den Noßberger Weg auf die Niedere Gradenscharte. Dort schimmert ein kleiner Karsee, wie ein verlorener Smaragd liegt er im Blockgelände.

Ab der Gradenscharte zeigen dem, der genau hinschaut, kleine Steinmandln den Weg hinauf zum Gipfel, und wer oben steht, der hat ihn – den Logenplatz mit Blick zu den majestätischen Eisriesen der Venedigergruppe, mit Sicht auf den Roten Knopf, als markanten Riegel der Schobergruppe, und auf die Adolf-Noßberger-Hütte mit ihrem See. 

Idealer Ausgangspunkt auf die Gipfel von Ruiskopf, Roter Knopf oder der GridenkarKöpfe im westlichen Teil der Schobergruppe und mit ungehinderter Sicht auf König Großglockner ist das Lucknerhaus in Kals. 
Glödis oder Talleitenspitze können gut über das Kalser Lesachtal (Lesach-Riegel-Hütte) anvisiert werden. 

Tipps
Ausgangspunkt: Parkplatz Seichenbrunn; Die Anstiege von Lesach (Kals) und Lucknerhaus (Kals) können mit dem Nationalpark Wanderbus erreicht werden (tägl. außer Sonntag).

Gehzeiten: rund 45 Minuten bis zur Lienzer Hütte (1.977 m), von dort rund 2,5 Stunden auf den Gipfel Höhenmeter: von Seichenbrunn zum Gipfel 1.400 m, vom Lucknerhaus 1.100 m

Anforderung:leichte Bergtour Ausrüstung:festes Schuhwerk, Kälte- und Regenschutz Einkehrmöglichkeit: Lienzer Hütte (über Debanttal), Lucknerhaus oder Lesach-Riegel-Hütte (über Kals) 

Keine Kommentare: